Fischarten



Auf dieser Seite findet Ihr alle Informationen zu den meist gefangenen Fischarten. Beonsders beliebten Fischen wie Karpfen, Haien & Hechten ist eine eigene Seite gewidmet. Im Angelurlaub werden Euch mit Sicherheit noch viele verschiedene andere Fische entgegenkommen. Besondere Fische, die man nur im Angelurlaub fängt, sind auf der Seite zu dem jeweiligen Reiseziel beschrieben. Denkt hier an die vielen verschiedenen Thunfischarten in Spanien oder die unglaubliche Vielfalt der Haie vor den Küsten von Irland & England. Hier gibt es die passenden Fischrezepte für ein einfaches aber köstliches Fischessen. Eine Einteilung in Salz- & Süsswasserfischen besteht nicht, da einige der hier erwähnten Fischarten sowohl im Meer als auch in Flüssen und Seen vorkommen. Vergesst bitte nie das jeder Fisch ein Mindestmass hat und viele Fische während der Schonzeit nicht gestört werden dürfen. Auf dieser Seite gibt es Informationen zu den Regeln & Gesetzen die jeder Angler beachten muss:

Angelschein Informationen | Gesetze


Übersicht Angelfische


  • Aal

    Der Aal ist ein besonderer Fisch. Er erinnert stark an eine Wasserschlange. Wer zum ersten Mal einen Aal in seinen Händen hält wird erstaunt sein wie viel Kraft die Fische haben. Ihr Erwachsenenleben verbringen die Tiere im Süsswasser ihrer jeweiligen Region. Von dort schwimmen sie zum Laichen tausende von Kilometern in die Tiefsee der Weltmeere. Unsere europäischen Aale schwimmen zusammen mit ihren Kameraden aus Amerika zum Laichen in die Saragossasee. Aale in Neusland haben die Rückwanderung aufgrund einer genetischen Veränderung gestoppt und wachsen nun seit mehreren Jahrzehnten zu wahren Riesen an. Die Fänge dort erinnern eher an einen Leng oder Conger als an einen einfachen Aal.


  • Barsch

    Barschartige Fische gibt es sehr viele. Der am meisten vorkommende Barsch in unseren Breiten ist der Flussbarsch. Barsche in Europa benötigen eine niedrige Wassertemperatur zur Bildung von Fortpflanzungsfähigen Eiern. Sehr ausführliche Informationen zu den einzelnen Unterarten und Gattungen sowie deren Fortpflanzung sind auf Wikipedia aufgelistet.

    Als Anfänger werden Euch Barsche schon schnell grossen Spass am Wasser bereiten. Die Fische schwimmen oft in Schwärmen und sind gegenüber allen Ködern sehr angriffslustig, bzw. einfach zu fangen. Zander fallen auch unter die Gattung der barschartigen Fische, sind allerdings weitaus scheuer und somit schwieriger zu fangen wie Flussbarsche. Barsche & Zander lieben Gummifische & Twister. Aber auch Naturköder wie ein Tauwurm oder ein kleiner Köderfisch sind sehr erfolgreiche Köder zum Angeln auf die Raubfische.

    Barsch
    Barsch

  • Wels

    Der europäische Wels ist eine Unterart der Familie 'Echte Welse'. Er ist der grösste Süsswasserfisch Europas. Viele Angler denken jetzt gleich an Monsterwelse aus Spanien & Italien. Welse sind auch ausgezeichnete Speisefische. Jedoch sollte hier die Wahl immer auf junge Wels aus einer Fischzucht fallen. Ein Exemplar von 2m und mehr wird wohl kaum in die Küche, geschweige denn in den Kochtopf passen. Das Fleisch ist wie bei einem Kabeljau Schneeweiss. Oft sind Welse oder Waller wie man die Fische auch nennt - im Spiel, wenn ein Fisch beim Spinnfischen abreisst. Ein Anbiss eines grossen Waller überfordert eine Montage zum einfachen Spinnfischen schnell. Auch Karpfenangeler können hiervon ein Lied singen, wenn anstatt der erhoften Karpfen ein grosser Wels anbeisst und man dem Fisch nix entgegensetzen kann. Angepasstes Angelgerät ist sehr zu empfehlen wenn Ihr gezielt auf Wels angelt. Multirollen & ein Boot sind oft unentbehrlich. Schnurstärken von 0,60mm sind keine Seltenheit.

    In dem Unterwasservideo hier sieht man einen sehr grossen Wels gefilmt während einem Tauchgang.

  • Riesenwels Unterwasservideo


  • Stör

    Störe sind besondere Sportfische. Wer schon einen Stör gefangen hat, der weiss wovon wir reden wenn es um einen grossen Stör im Drill geht. Ein Angelurlaub zum Störangeln ist ein besonderes Erlebnisse. Grosse Störe haben sehr viel Kraft und Erfordern viel Ausdauer und Können im Drill. Es gibt viele verschiedene Arten von Stören. Die grössten werden bis zu 5 Meter lang und 2.000 Kilogramm schwer. Durch den Aufbau der besonderen Schwanzflosse können Störe im Drill weit aus dem Wasser springen. Im Drill sind Störe ähnliche wie Tarpon's ein grosser Adrenalinschub für den Angler.



  • Kabeljau

    Der Kabeljau oder auch Dorsch, ist unser wichtigster Speisefisch in Europa. Leider sind die Populationen in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Das liegt an der Überfischung nicht immer am Verbrauch. Sehr viel frischer Fisch und auch Tiefkühlware wird als Überproduktion einfach weggeworfen. Des weiteren wird aus dem Beifang, den wir Angler schonend zurücksetzen, Tierfutter gemacht. Die Zeiten in denen wir unseren Fisch auf dem Fischmarkt frisch vom Kutter, der die Fische in der eigenen Region gefangen hat, kaufen konnten - sind leider vorbei. Mit jedem verkauften Paket Fischstäbchen verschlechtert sich die Situation. Schon heute kann man in England und Holland die 'Fish 'n Chips' bzw. den 'Lekkerbek' nicht mehr von frischem Nordsee Kabeljau anbieten sondern muss aus weit entfernten Gebieten Tiefkühlfilets importieren. Wer einmal in den Genuss eines selbstgefangen Dorschfilet kam, der Weiss den Unterschied zu Tiefkühlware erst zu schätzen.
    Wittlinge & Leng gehören auch zur Familie der Dorschartigen. Im Aussehen und Geschmak unterscheiden sie sich jedoch erheblich von einem Kabeljau. Wittlinge sind gute Köderfische zum Angeln auf kleine Haie in unseren Meeren. Quappen gehören auch zur Gruppe, sind jedoch inzwischen als stark gefährdet Eingestuft und müssen immer zurückgesetzt werden!


    Kabeljau - Dorsch
    Kabeljau - gefangen im Ärmelkanal

  • Plattfische

    In Holland und Belgien werden viele Seezungen vom Strand aus gefangen. Ein absoluter Gaumenschmaus! Weiter nördlich fängt man Steinbutt und Co. Auch diese Fische sind hervorragend zum Verzehr geeignet. Schollen lieben Speck, im Wasser und in der Pfanne. Bester Köder sind Wattwürmer verziehrt mit einer bunten Perle.


    Plattfisch

    Plattfische ist ein Oberbegriff zu u.a. folgenden Fischarten: Scholle, Flunder, Steinbutt, Seezunge ...
    Das besondere an den Fischen ist, dass ihr Körper asymetrisch ist. In der Zeit von Jungfisch zum ausgewachsenen Exemplar vollziehen Plattfische einen bemerkenswerten Wandel. Genau wie ein Chämeleon können sich Plattfische durch Pigmente in ihrer Haut an den Untergrund anpassen. Die Unterseite der Fische bleibt hierbei Weiss.


  • Seeteufel

    Seeteufel errinern stark an einen Fisch aus der Urzeit, ein Wesen aus der Tiefsee. Ähnlich wie Plattfische ist die Unterseite weiss und die Fische leben in Bodennähe. Den grossen Unterschied macht der riesige Kopf eines Seeteufels aus. Beeindruckende Zähne ragen aus dem überdimensionierten Maul. Genau wie sein grosser Bruder aus der Tiefsee hat ein Seeteufel eine eigene sogannte Angel. Eine lange Flosse mit einem Ende, das an einen Köder erinnert. Hiermit werden Beutefische gelockt und letztendlich gefressen. Im Restaurant wird ein Seeteufel auch gerne als Lotte bezeichnet. Auf dem Fischmarkt wird der Kopf meist abgetrennt, da der Anblick für viele abstossend ist. Das Fleisch ist purer Genuss - fest und weiss.


  • Lachs

    5 - 6 Generationen vor unserer Zeit gab es in Deutschland noch grosse Populationen von Lachsen. Schon die Römer wussten den beliebten Speisefische aus dem Rhein zu fangen und in der Küche zu köstlichen Gerichten zu verarbeiten. 80% des Stickstoffbedarfes der Wälder in Kanada sind auf den kampfstarken Fisch angewiesen. Nach dem Absetzen ihres Laiches verenden die Fische dort und tragen zu einem wichtigen Kreislauf in der Natur bei. Durch die Gier unserer Industrienationen blieb den Lachsen lange Zeit ihr Altbekannter Weg flussaufwärts versperrt. Wasserkraftanlagen und Staumauern unterbrachen einen Kreislauf und liessen den Lachs anschliessend für viele Jahre komplett verschwinden. Heute probiert man auf die Problematik einzugehen und baut spezielle Fischstufen und Umgehungswege für alle Wanderfische. Durch gezielten Besatz werden inzwischen die ersten Lachse in der Schweiz und Deutschland mit offenen Armen empfangen. Ob der Einsatz ausreichend war werden die nächsten Jahre zeigen.
    Lachsfleisch hat besonders viel Omega-3 Fettsäuren und trägt auf natürliche Weise zu einem Gesunden Lebensstil bei. Problematisch ist Lachsfleisch aus Zuchtbetrieben. Immer wieder fällt hier die Hygiene & Kennzeichnungspflicht von Zusatzstoffen der Habgier zum Opfer.

    Meerforellen sind die kleinen Geschwister der Lachse. Bachforellen und Regenbogenforellen wiederum die kleinen Süsswasserverwandten der Meerforelle. Lachsforellen sind in vielen Angelseen eine Art Joker. Erst beim Ausnehmen der Forellen wird einem auffallen, dass manche der Fische eine für Lachse typische rosa Fleischfarbe haben. Auch Saiblinge zählen wie alle Forellen und Lachse zu den ausgezeichneten Speisefischen für Geniesser.

    Huchen sind typische Donau Fische. Regelmässig werden Exemplare von über 150cm. gefangen! Biologisch gesehen fallen Huchen auch mit in die Familie der Lachsartigen Fische. Weiter Info's über Huchen findet ihr hier bei Wikipedia.


  • Rapfen

    Rapfen ähneln einem Lachs im Beissverhalten und Lebensraum sehr. Rapfen & Huchen leben oft Flosse an Flosse. Rapfen gehören allerdings zur Familie der Karpfenfische. Rapfen, Döbel & Barben sind Sportfische die am leichten Gerät einen tollen Kampf bieten. Zum Verzehr sind die Fische weniger gut geeignet. Zusamengefasst werden die Fische auch als Weissfische bezeichnet. In gewisser Weise erinnert ein Rapfen auch an einen Graskarpfen da das Maul obenständig ist. Hiermit fressen die Fische ihre Nahrung von der Wasseroberfläche im vorbeischwimmen. Alle in diesem Kapitel genannten Fische lassen sich sehr gut mit gelben Twistern fangen. Ob als Beifang beim Zanderfischen oder gezielt angeworfen. Gelb ist die Farbe zum Glück.


  • Schleie

    Schleien sind auch Weissfische. Mann denkt es sei nicht so, da der Fisch einen einmaligen Grünton besitzt. Wer sich das Maul aber anschaut sieht schnell, das Schleien genau wie Karpfen, Barteln besitzen. Auch das Fleisch und der Geruch des Schleims errinern stark an Brassen. Schleien sind genau wie Karpfen starke Kämpfer, die bevorzugt mit einer Grundmontage gefangen werden. Lockfutter bringt die Fische schnell in einen Fressrausch. Grosse Schleien scheuen sich nicht davor eine Bollie anzusaugen. Des weiteren kann man Schleien sehr gut zum Fang von Welsen benutzen. Die grossen Exemplare lieben Schleien. Zusammen mit Karauschen haben Schleien den gerinsten Sauerstoffbedarf. D.h. die Fische können gut in kleinen stehenden Gewässern leben ohne dabei in einem warmen Sommer an Sauerstoffmangel zu sterben. Karpfen sind hier viel anfälliger. Schleien beissen auch auf Boilies:


    Schleie


  • Rotfeder

    Rotfedern sind für viele Angler der erste Fisch mit dem alles beginnt. Beinah jedes Kind das ein bisschen Interesse am Angeln hat, fing schonmal eine Rotfeder. Genau wie Rotaugen - sind Rotfedern oft sehr leicht zu fangen. Ein Stock, ein Stück Schnur und ein kleiner Haken mit einer Brotflocke - mehr braucht man nicht. Rotfedern reagieren mit ihrem Seitenlinienorgan schnell auf Nahrung die ins Wasser fällt. Sie sind darauf trainiert jede Fliege wahrzunehmen und reflexartig danach zu schnappen. Wenn viel Wind das Gewässer unruhig macht funktioniert das feine Organ der Rotfedern nicht mehr gut. Jetzt kommen die Raubfische auf ihre Kosten da die kleinen Rotfedern ihre Umgebung weniger gut wahrnehmen.
    Rotfedern & Rotaugen sind sehr gute Fische zum Einsatz als toter Köderfisch am System zum Raubfischangeln.


  • Brasse

    Brassen sind bei Karpfenanglern wenig beliebt. Stippangler dagegen wissen eine grosse Brasse immer zu wardieren. Die Meinung laufen hier sehr ausseinander. Ich persönlich freue mich über jede Brasse die ich mit einem Futterkörbchen beim Federangeln fange. Die Brassen die dagegen nächtelang an meinen Boilies lutschen, lassen auch bei mir nicht allzuviel Freude aufkommen. Zum Verzehr sind die Fische auch nur Bedingt geeignet und werden in manchen Regionen als Fischfrikadelle serviert. In meinem Angelverein gab es sogar eine Überpopulation und so wurden die Brassen 5mal jährlich in einem Hegefischen systematisch dem See entnommen. Kurze Zeit später kamen auch wieder grössere Karpfen und Schleien ans Ufer.


    Brasse
    Brasse - gefangen in Belgien

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